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Bauen & Wohnen

Und wo ist nun die Küche?

Neue Einrichtungsideen: Mixer, Töpfe und Co. werden einfach weggeschoben

09.07.2019
Küchenmöbel sollen nicht mehr wie Küchenmöbel wirken: Ausgefeilte Details sorgen dafür, dass Arbeitsflächen und Stauraum mit Töpfen und Co. soweit wie möglich versteckt sind. Foto: Koelnmesse Gmbh/dpa-mag
Küchenmöbel sollen nicht mehr wie Küchenmöbel wirken: Ausgefeilte Details sorgen dafür, dass Arbeitsflächen und Stauraum mit Töpfen und Co. soweit wie möglich versteckt sind. Foto: Koelnmesse Gmbh/dpa-mag
(dpa). Innovationen finden oft im Kleinen statt. Das lässt sich aktuell bei Küchen gut beobachten. Die Einrichtung dafür ist derzeit einem großen Wandel unterworfen – und der beginnt nicht unbedingt bei Ideen der Küchenhersteller. Denn damit diese ihre Möbel weiterentwickeln können, müssen zunächst Hersteller von Beschlägen, Auszügen und Oberflächen Innovationen liefern. Diese wurden kürzlich in Köln auf der Messe Interzum präsentiert.

Die Schau findet nur alle zwei Jahre statt und gilt als die Weltleitmesse der Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus. Sie ist quasi der Impulsgeber für die nächste Möbelgeneration.

In der Küche sollen Arbeitsbereiche wie Spüle und auch Regale mit Mixer und Co. künftig nicht mehr gleich ins Auge stechen. „Es geht um das Wegschieben und Zuschieben – so dass man es einfach nicht mehr sieht“, erklärt Ursula Geismann, Trendanalystin vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM).

Letztlich sieht es dann so aus, als gebe es im Wohnraum gar keine Küche – zumindest dann nicht, wenn man nicht daran arbeitet und Geräte und Arbeitsflächen hinter Türen und Laden versteckt. Erste Ideen dafür sind schon marktreif.

Diese Systeme werden laut Geismann nun ausgeklügelter.

So präsentieren die Zulieferer zum Beispiel Beschläge und Auszüge für bessere Falttüren oder Schubkästen, die wirklich jeden Quadratzentimeter Stauraum ausnutzen. Wichtig dabei ist auch immer, dass die kleinen Helfer immer weniger auffallen. Zugleich wird Stauraum besser zugänglich, erläutert Geismann. Sie lassen sich etwa die Auszüge von hohen Hängeschränken auf eine komfortable Bedienhöhe herunterfahren.

Viele dieser Lösungen bieten auch Optionen für Hersteller von Möbeln für kleine Wohnräume oder mobile Unterkünfte. Denn damit werden einzelne Möbel zu multifunktionalen Stücken.

So präsentierte zum Beispiel ein Beschlaghersteller die Möglichkeit, in einer Sofalehne eine versteckte Mini-Bar unterzubringen – sie ist ausziehbar, sogar mit kleiner Ablagefläche für die eingeschenkten Gläser. Oder eine Art schmaler Apothekerschrank wird dank ausklappbarer Seiten zu einem Wäscheständer.

Der dritte Einrichtungstrend: Es drehe sich sehr viel ums Smart Home, berichtet Ursula Geismann. Ihr fielen in Köln besonders ausgeklügelte Steuerungsfunktionen für das Sofa oder fürs Bett auf – letzteres mit der Möglichkeit, nachts das Bett sanft zu verstellen, so dass der schnarchende Partner zum Umdrehen animiert wird.

Rollos, Gardinen und Vorhänge

Wunderbare Schattenspiele, Lichteinfall nach Wunsch, unerwünschte Blicke bleiben vor dem Fenster. Mit Doppelrollos ziehen fast unbegrenzte Möglichkeiten in die heimischen vier Wände ein. Im Gegensatz zu anderen Sonnenschutzvarianten beinhalten Doppelrollos zwei Stofflagen, die sich mittels Zugkette ganz einfach gegeneinander verschieben lassen.

Das Besondere daran: Die Stofflagen bestehen aus transparenten und blickdichten Streifen. Werden die transparenten Streifen übereinandergelegt, wird der Raum mit viel Licht durchströmt. Wenn die blickdichten Segmente die durchsichtigen verdecken, wird es dunkel im Raum.

Lichteinfall lässt sich nach Wunsch regulieren

Darüber hinaus lässt sich, je nach Anordnung der transparenten und blickdichten Stoffstreifen, der Lichteinfall nach Wunsch regulieren. Wunderbare Schattenspiele sind ein gewünschter und wunderbarer Nebeneffekt.

Eine sinnvolle Kombination für kalte Tage: Doppelrollo und Gardinen mit speziellen Stoffeigenschaften und innovativen Beschichtungen helfen, Energie zu sparen.

Verschiedene Arten von hochwertigen Sicht- und Sonnenschutzprodukten zu kombinieren ist zu einem ausgesprochen beliebten Trend geworden. Grundsätzlich wird zwischen Gardinen und Vorhängen unterschieden. Eine Gardine besteht aus einem leichten, meist transparenten Stoff, der Sonne und Blicke nur mäßig abhält, dafür aber viel Licht in den Raum lässt. Der Vorhang hingegen ist aus einem festeren Gewebe, das bis zur Abdunkelung geht und vollkommenen Sichtschutz bietet. Beide Produkte lassen sich untereinander oder mit anderen Produkten, wie Raffrollos, Plissees oder Rollos, kombinieren. (akz-o)
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