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22. Dellbrücker JAZZMEILE

Blues goes Jazz, Jazz goes Blus


23.10.2018
The King Blue. Foto: King Blue
The King Blue. Foto: King Blue
(tau). Schon seit mehreren Jahren besteht eine Kooperation zwischen den Machern der Dellbrücker Jazzmeile und den Initiatoren der „Dellbrücker Blues Night“. Dies sind unter anderem Werner Biergans und Markus Faßbender, auch andere Bluesfreunde machen mit. „Wir freuen uns sehr, dass bereits zum zweiten Mal Konzerte der Blues Night im Rahmen der Jazzmeile stattfinden.“, betonte der Vorstand der Jazzmeile im Vorfeld. „Wir legen sehr viel Wert auf Programmvielfalt, so daß möglichst viele Stilrichtungen des Jazz, also Blues, Funk, New Orleans, Dixieland, Soul auf der Jazzmeile vertreten sind“, erklärte Norbert Berghaus, Pressesprecher der Jazzmeile.
White, Hot & Blue. Foto: Kurt Rade
White, Hot & Blue. Foto: Kurt Rade
Die Bands The King Blues sowie White, Hot & Blue ergänzen das Programm der 22. Jazzmeile ergänzen. The King Blues versprechen den Blues lebendig werden zu lassen - wer Chuck Berry, Duke Robillard, The Fabulous Thunderbirds & Co. mag, wird seine Freude an der Band haben und sollte sich am 26. Oktober, um 20 Uhr, in der Gaststätte Nostalgie (Dellbrücker Mauspfad 283) einfinden. Dort werden sich die „Blueskönige“ Thomas Hahn, Wolfgang Seyffert, Berthold Teroth, Eddie Philippi, Martin Bergemann, Christian Ernst sowie Manfred Klütsch einfinden.

Zudem ist das Ensemble White, Hot & Blue am Start, die Jungs stehen für handgemachten Rhythm ’n’ Blues und kraftvollen Bluesrock. Seit 1982 stehen die Ruhrpott-Musiker auf der Bühne, „eine Initialzündung war seinerzeit der Auftritt von Johnny Winter, 1979 im Rockpalast in der Grugahalle in Essen“, erinnern sich die leidenschaftlichen Musiker an die guten alten Zeiten. Aktuell stehen Ulli Tietze, Thomas Erkelenz, Bernd Gremm, Martin Scholz und Gregor Hengesbach auf der Bühne. Die Musiker kennen sich schon etwas länger. Alle gemeinsam haben sie den Blues, im wahrsten Sinne des Wortes und spielen diesen am 27. Oktober (19.30 Uhr) in den TV-Terrassen (Mielenforster Straße 40).

Engagement für die Meile

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(tau). Wenn die Jazzmeile anfängt, hört für die Akteure im Hintergrund für eine kurze Zeit die Arbeit auf. Denn um die beliebte Veranstaltung an den Start zu bringen, ist der delljazz-Vorstand um Klaus Osterloh herum ziemlich beschäftigt. Der Musiker und seine Mitstreiter Dr. Heinz-Joachim Kluxen, Harald Winter, Reiner Polz, Norbert Berghaus, Werner Majoli, Andrea Kreimendahl, Benedikt Hesse und Christian Kluxen sind im Verein „delljazz Förderverein Dellbrücker Jazzfreunde e.V.“ aktiv. Je näher die Jazzmeile rückt, desto häufiger trifft sich der Vorstand, um Details zu besprechen, „In den letzten Wochen vor dem Start treffen wir uns wöchentlich, anders geht es nicht“, berichtet Berghaus, der die Pressearbeit übernommen hat. Das Programmheft muss erstellt und das Verteilen von Plakaten und Flyern will organisiert werden. „Wir haben auch extra Aufkleber für die unterschiedlichen Spielstätten erstellt, diese werden dann auf die Plakate geklebt“, so Berghaus. „Wir als Vorstand arbeiten alle ehrenamtlich und das komplexe Thema muß in der Freizeit behandelt werden, wobei jeder nach Kräften seine Fähigkeiten einbringt“, gibt Klaus Osterloh an, er ist erster Vorsitzender. Viel Arbeit bereitet den Mitgliedern auch das leidige Thema „GRMA“. Die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ verlangt eine gewissenhafte Anmeldung und diese erhält sie auch: „Die Daten werden schon vor der Jazzmeile eingeholt“, berichtet Berghaus.

Die engagierten Musikfreunde legen viel Wert auf die Programmgestaltung: Vor allem durch persönliche Kontakte ist es möglich, dass Mitglieder der WDR-Bigband bei Konzerten auftreten, auch namhafte Solisten wie zum Beispiel Gloria Cooper aus New York kommen so nach Dellbrück. Zudem sind die Vorstandsmitglieder mit Pressearbeit und Werbung beschäftigt. „Wir wollen ja, dass viele Besucher kommen“, geben sie mit einem Schmunzeln zu. Und dann heißt es am Ende doch wieder: Nach der Meile ist vor der Meile. Die ersten Anfragen von Musikern für die nächste Veranstaltung trudeln ein. Im Februar steht die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen an. „Also langweilig wird es wahrlich nicht – doch die Arbeit macht wahnsinnig viel Spaß und alle Beteiligten sind mit Herzblut bei der Sache“, betont Norbert Berghaus.

Musik extra für die Pänz

Ein Teil der Mannschaft des Tabadoul Orchestra. Foto: Tabadoul Orchestra / Benedikt Hesse
Ein Teil der Mannschaft des Tabadoul Orchestra. 
Foto: Tabadoul Orchestra / Benedikt Hesse
(tau). „Die Jazzmeile ist ja schon prägend für die Kultur, die man hier im Stadtviertel erleben kann“, berichtet Benedikt Hesse. Der gebürtige Olpener erlag schon im Alter von vier Jahren der Faszination des Trommelns – und dies komplett kompromisslos, wie er selber es ausdrückt. Kein Wunder, dass er sich auch dafür eingesetzt hat, ein Kinderkonzert im Rahmen der Jazzmeile stattfinden zu lassen.

„Gerade hier in Dellbrück leben viele Familien, viele Kinder – wir wollten uns da etwas ganz Besonderes einfallen lassen“, erklärt der Schlagzeuger. Er selber hat einen Teil seiner musikalischen Ausbildung in den USA erlebt. Auch heute noch spielt er gerne international. Dementsprechend ist das „Kinder-Konzert“ - welches natürlich auch für Erwachsene interessant ist – ein Auftritt des Tabadoul Orchestra, einem Weltmusik-Kollektiv. Hesse selber ist beteiligt, „wir haben das Konzert in 2017 schon einmal in der Kölner Philarmonie gespielt und es kam wirklich gut an“, freut er sich auf die kommende Version de „musicouscous“ - Konzerts. Diesmal findet der Auftritt in der Zirkusfabrik statt, „hier ist die Atmosphäre auch sehr kindgerecht“, so Hesse, der auch im Vorstand der delljazz-Mannschaft ist.

Das Weltmusik-Kollektiv wurde 2010 gegründet, „wir beschäftigen uns mit arabischer Musik und bringen diese auch kindgerecht auf die Bühne“, erklärt Hesse weiterhin. Gespielt wird eine Hommage an den ägyptischen Kultmusiker und bedeutendsten Komponisten der arabischen Welt, Mohammed Abdel Wahab. Kombiniert wird die Musik mit lateinamerikanischen und rockigen Rhythmen. Mit ihren orientalischen Hüftschwüngen sorgt außerdem eine Tänzerin für ganz große Augen. „Wir haben auch eine Erzählerin, die als Schauspielerin und Sängerin zugleich agiert“, macht Hesse jetzt schon Appetit auf den Abend.


Über 30 Konzerte mit über 200 Aktiven

(red). delljazz, der Förderverein Dellbrücker Jazzfreunde e.V., veranstaltet vom 25. bis 28. Oktober die 22. Dellbrücker Jazzmeile mit einem attraktiven, bunten Jazz- und Musikprogramm, das erneut an den unterschiedlichsten Spielorten in Dellbrück stattfindet: in Kneipen, Kirchen, in Restaurants, in Geldinstituten, im Fitnessstudio, in Werkstätten, in Geschäften, in einem Künstleratelier und nicht zuletzt auf der Straße. delljazz freut sich ganz besonders über die Fortführung der Kooperation mit der Dellbrücker Blues Night. Das große Abschlusskonzert der Jazzmeile erleben die Besucher in der Dellbrücker ZIRKUSfabrik Kulturarena.

Die 22. Dellbrücker Jazzmeile bietet eine große musikalische Vielfalt, auch über das Genre Jazz hinaus, mit verschiedenen lokalen, regionalen und internationalen Besetzungen: vocal und instrumental, von New-Orleans-, Gypsy- und Swingformationen, einer Streetband, über Rhythm & Blues- und Coverbands, mit Chören, Big Bands und bis zu einem Dellbrücker Streicher-Ensemble.

In diesem Jahr gibt es wieder ein Konzert eigens für Kinder. Das Tabadoul Orchestra mit seinem „musicouscous“ - Programm ist am 27. Oktober (11.30 Uhr) in der ZIRKUSfabrik zu gast. Tradition und Bekanntes stehen neben dem experiment mit neuen Spielformen und ungewöhnlichen Klängen.

Am 26. Oktober (20 Uhr) veranstaltet die Sparkasse KölnBonn gemeinsam mit der Buchhandlung Baudach „Jazz und Lesung“, dieses Mal mit der Autorin Hannah o’Brien und dem Frederik Gebhardt Trio.

Zur Eröffnung der Dellbrücker Jazzmeile am 25. Oktober (19.30 Uhr) in den Räumen der Kölner Bank spielt die Kölner Atlanta Jazzband. Als Gäste hat die Band drei bekannte Sängerinnen eingeladen, mit denen sie in alter Freundschaft verbunden ist: Christine Schröder, Biggi Wanninger und Beverly Daley.

Das finale Konzert der Jazzmeile am 28. Oktober (19 Uhr) findet in der ZIRKUSfabrik Kulturarena mit einem Swing-Ensemble des jungen Trompeters Thiemo Niesterok statt: Thimo Niesterok’s Cologne Clambake. Karten gibt es in der Dorotheen-Apotheke (Dellbrücker Hauptstraße 77) und der Abendkasse.

Das Programm mit allen Konzerten gibt es auf www.delljazz.de

Bis auf das Abschlusskonzert heißt es wieder bei allen Veranstaltungen: Eintritt frei!
22. Dellbrücker Jazzmeile
Kultcrossing Jugend Kultur
Buchhandlung Baudach GmbH
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Luctus Bestattungen Köln



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